Ein Leitfaden zur Hautpflege

Egal in welchem Alter Sie sind, es ist nie zu spät Ihre Haut besser zu pflegen.

Ich bin der Meinung, dass Sie sie nach ihrem aktuellen Zustand, statt des Alters oder des Hauttyps pflegen sollten. Die Kategorien der Hauttypen finde ich persönlich viel zu pauschal, denn den "einen" Hauttypen gibt es meiner Meinung nach nicht. Genauso ungünstig finde ich es, die Creme einer Freundin oder eines "Influencers" auszuprobieren. Wenn Sie bereit dazu sind Ihre Haut als ganz individuelles Organ zu betrachten, werden die Ergebnisse großartig sein.

Nachfolgend finden Sie ein paar Tipps zur Erstellung einer gesunden Pflegeroutine.


Finden Sie Ihre persönliche Fachkosmetikerin

Finden Sie eine seriöse Kosmetikerin (oder auch Dermatologen, falls eine Erkrankung der Haut besteht) und lassen Sie sich beraten. Stellen Sie Fragen, lassen Sie sie wissen warum Sie da sind, was Ihr Anliegen ist und welches Ergebnis Sie sich wünschen. Seien Sie ehrlich, denn dies verringert negative Reaktionen und umso besser werden die Ergebnisse sein. Abhängig von den Bedürfnissen, dem Lebensstil und dem Budget, erstellen Sie und Ihre Kosmetikerin einen Behandlungsplan. Ebenso wichtig ist es zu Hause fleißig mitzuarbeiten.


5 Schritte für eine Pflegeroutine zu Hause

Ihre Hautpflege sollte diese 5 Schritte in der Reihenfolge enthalten.


  • Reinigung: Reinigungsmittel beseitigen Verunreinigungen und geben der Haut die Möglichkeit, Produktansammlungen und Schadstoffe aus der Umwelt zu entfernen, die Epidermis zu reparieren und wiederherzustellen.

  • Gesichtswasser: Gesichtswasser sind der erste Schritt zur Feuchtigkeitszufuhr, sie gleichen den pH-Wert der Haut wieder aus und lassen Produkte leichter absorbieren. Dass ein Gesichtswasser lediglich eine zweite Reinigung darstellen soll, ist falsch!

  • Massage: Führen Sie eine leichte Gesichtsmassage durch, um die Durchblutung der Haut anzuregen. Dies bringt gleichzeitig mehr Sauerstoff in das Gewebe und lässt die nachfolgenden Produkte besser aufnehmen. Als Alternative können Sie auch leichte klopfende Bewegungen ausüben.

  • Serum/Gel: Seren oder Gele enthalten konzentrierte Mengen an wichtigen Inhaltsstoffen, die Zielgerichtet eingesetzt werden können.

  • Creme: Die Creme ist der letzte Schritt. Sie bringt einen Mix aus Fett und Feuchtigkeit, welcher unserem Hydrolipidfilm ähnelt, auf die Haut und versiegelt sie.


Peeling und Maske sollten/können 1-2x pro Woche erfolgen.


In jeder Kategorie sind so viele Produkte erhältlich, die unterschiedliche Anliegen berücksichtigen können. Es ist wichtig Ihrem/Ihrer Fachmann/Fachfrau zu vertrauen und die Produkte auszuwählen, die für Ihren jeweiligen Hautzustand zu einem bestimmten Zeitpunkt geeignet sind. Fühlen Sie sich frei, ein paar Produkte in jeder Kategorie zu haben, die sie verwenden können, wenn sich der Zustand Ihrer Haut ändert.


Die Nachtroutine ist das A und O

Unsere Haut ist am aufnahmefähigsten und regeneriert am besten, wenn sie zur Ruhe kommt. Nutzen Sie diesen Prozess und verzichten Sie keinesfalls auf diese wichtige Nachtroutine. Ihre Haut wird es Ihnen danken und belohnt Sie mit tollen Ergebnissen!

Ihre morgendliche Routine ähnelt der des Abends, weist jedoch einige wesentliche Unterschiede auf.

Sie können die Massage weglassen. Fügen Sie einen LSF 20 (Lichtschutzfaktor 20) hinzu, wenn Sie sich länger als 20 Minuten in der Sonne aufhalten. Auch hier berät Sie Ihre Fachkosmetikerin gerne!


Achten Sie auf das Klima und die Jahreszeiten

Wenn sich das Klima auf Grund der Jahreszeiten oder einer Reise verändert, müssen Produkte und Behandlungen leicht angepasst werden.


  • Bei extremer Kälter sollten die Produkte auf einer W/O-Basis (Wassertröpfchen in Öl-Grundlage) aufgebaut sein. Dies verhindert, dass zu feuchtigkeitsreiche Produkte auf der Haut erfrieren und unsere Haut mehr denn je austrocknet.

  • Bei wärmerem Wetter benötigen viele Menschen leichtere Pflegeprodukte auf O/W Basis (Öltröpfchen in Wasser-Grundlage). Diese verhindern einen sogenannten Hitzestau im Gewebe.

  • Stärkere Behandlungen, sei es bei einer Fachkosmetikerin oder einem Dermatologen, bei der die Haut verletzt wird, rate ich in den Jahreszeiten Frühjahr/Herbst machen zu lassen. Da die Haut nicht mit den Belastungen starker Hitze oder extremer Kälte zu kämpfen hat, kann sie sich am besten erholen und ihre ganze Energie dem Regenerationsprozess widmen.

Vergessen Sie den Hals, das Dekolleté und die Oberfläche Ihrer Hände nicht

Alle drei Regionen weisen eine verminderte Talgproduktion auf und bedürfen einer extra Portion Pflege. Binden Sie bei Ihrer Morgen-und Abendroutine diese drei Körperregionen einfach mit ein. Nutzen Sie dafür bequem den Rest der Gesichtscreme, der bei Ihrer Morgen-und Abendroutine über bleibt. Gerade unsere Handoberflächen zeigen oftmals unser wahres Alter, denn diese sind genauso häufig der Umweltbelastung ausgesetzt wie unser Gesicht.


Kontinuität

Die Ergebnisse von Hautpflege und Pflegebehandlung sind ähnlich wie bei einem Fitnesstraining. Sie können Ihren Körper nicht ändern, in dem Sie einmal im Monat zum Training gehen. Wenn Sie jedoch jeden Tag trainieren, treten große spürbare Veränderungen auf. Gleiches gilt für unsere Haut.


Schlusswort

Bitte denken Sie daran, dass Ihre Haut zu Beginn Ihrer Behandlung möglicherweise Nebenwirkungen aufzeigt. Dies ist normal, da die Haut daran arbeitet sich selbst auszugleichen. Kommunizieren Sie mit Ihrer Kosmetikerin oder Ihrem Dermatologen, um Ihre Behandlungen und Produkte entsprechend anzupassen.





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